Stürme verwüsten Wälder, Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Heute sind sich (fast) alle einig: Der Klimawandel ist die große globale Herausforderung der Menschheit. Wenn wir nicht umgehend gegensteuern, werden die ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen verheerend sein. Die jüngsten Expertisen gehen von 400 Millionen Umweltflüchtlingen vor allem in Afrika und Asien aus.
Daher müssen wir ein internationales Folgeabkommen mit ehrgeizigen Klimaschutzzielen erreichen, wenn das Kyoto-Protokoll 2012 ausläuft. Auf der UN Climate Change Conference im Dezember 2007 auf der indonesischen Insel Bali hat die internationale Staatengemeinschaft den sogenannten Bali-Fahrplan für den Abschluss eines Nachfolgeabkommen in den nächsten zwei Jahren beschlossen. Allerdings muss in den Folgeverhandlungen die genaue Reduzierungsmenge der Treibhausgas-Emissionen vereinbart werden, soll Bali zu einem Synonym für erfolgreichen Klimaschutz werden.
Auf Bali wurde explizit auf den besonderen Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Armutsbekämpfung verwiesen. In der Tat sind Entwicklungsländer von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen. Überschwemmungen, Wüstenbildungen und Wasserknappheit werden diese Länder vor erhebliche Probleme stellen. Wir werden die Entwicklungsländer z.B. mit Erneuerbaren Energien unterstützen und zeigen, dass Klimaschutz keine Bremse, sondern auch Motor für wirtschaftliche Entwicklung sein kann. Klar ist aber auch, dass Deutschland als einer der größten Verursacher von Treibhausgasen in Europa seine besondere Verantwortung für die Eindämmung des Klimawandels übernehmen muss.