China ist längst ein global player. Mit seinen rund 1,3 Milliarden Menschen ist es inzwischen die viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt. Wegen seiner großen wirtschaftlichen, regionalen und internationalen Bedeutung spielt China eine Schlüsselrolle bei der Sicherung von Frieden und Stabilität und bei der Umsetzung der Millenniumsziele.
Aber China hat weiterhin strukturelle Probleme, die diese gefährden können. Dazu gehören die weit verbreitete Armut, Korruption und eine Umweltverschmutzung, die auch globale Auswirkungen hat. China ist derzeit nach den USA zweitgrößter Emittent von Kohlendioxid. Beim Ausstoß von Schwefeldioxid, der Hauptursache des sauren Regens, steht China sogar an der Spitze.
Deshalb liegt der Schwerpunkt der Bundesregierung in der Zusammenarbeit mit China auf Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Dieses Engagement ist im Interesse des Klima- und des globalen Umweltschutzes und insbesondere auch im Eigeninteresse Deutschlands. Diese Kooperation ist auch für die deutsche Wirtschaft wichtig, die auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien zu den weltweit führenden gehört.
Bei der Zusammenarbeit mit China geht es nicht um eigentliche "Entwicklungshilfe". Armutsbekämpfung kann China im eigenen Land selbst leisten.
Deutschland hat daher auch die «klassische finanzielle Zusammenarbeit» mit China beendet und setzt auf eine strategische Partnerschaft der gesamten Bundesregierung mit China, um Reformprozesse dort in Justiz, Gesellschaft und Klimaschutz voranzubringen. Zu dieser neuen Gewichtung gehören, Dialog und Beratung sowie den Ausbau von Wirtschaftspartnerschaften zu fördern.